NANU von Ravensburger - eine kleine Spielevorstellung

Eine Spielvorstellung - NANU? von Ravensburger

10.11.2016, aus: 

Spielevorstellung "NANU" von Ravensburger


erarbeitet von Sarah Miller, redaktionell umgesetzt von Sebastian Seltmann.

Heute wollen wir Euch ein weiteres Spiel vorstellen, mit welchem Ihr die sprachliche Entwicklung Eurer Kinder fördern könnt. Ganz nebenbei, auch für uns Erwachsende bietet dieses Spiel einige interessante Aspekte, also es ist wirklich spannend und lustig zu spielen.

Erst einmal zu den Materialien:

Es ist ein kleines und handliches Spiel, welches man gut überall hin mitnehmen kann.
Die Maße sind: 11 cm breit x 18 cm lang und 3,5 cm dick. Es ist sehr leicht und fällt in einem Rucksack etc gar nicht auf.

Was ist drinnen:

Es gibt fünf Deckelchen aus stabilem Plastik in den Farben rot, grün, blau, gelb und orange.
Die dazugehörigen Bildkärtchen bestehen aus stabilem Karton. Die Motive sind deutlich abgebildet, gut zu erkennen und entsprechen auch den sprachlichen Leistungen eines  4-jährigen Kindes.
Der beiliegende Würfel ist aus Holz. Die Farben und der Joker sind gut erkennbar.

 

Qualität und Haltbarkeit:

Das Spiel ist bei uns bereits seit 2 Jahren in Gebrauch, die Materialien sind immer noch gut erhalten. Lediglich der Karton zeigt einige Stellen, welche auf das Alter schließen lassen.

Es kann von 4-99 Jahren gespielt werden, bzw. wenn Ihr es etwas modifziert können auch schon 3 Jährige mitspielen.
 

Ziel - "Normale Spielregeln"
Das Ziel ist, sich zu merken, welche Motive unter den Deckeln liegen und die meisten Motive durch richtiges Benennen zu sammeln.

Vor der ersten Runde:
Es werden alle Bildkärtchen aus den Verschanzungen gelöst und mit den Kindern werden alle Bildkärtchen gemeinsam betrachtet und notfalls benannt.

Spiel:
Alle Bildkärtchen werden offen auf dem Tisch verteilt. Im Anschluss werden die fünf Deckelchen auf fünf unterschiedliche Motive gelegt. Bevor das Deckelchen darauf gelegt wird, wird das darunter liegende Bildkärtchen zur Sicherheit nochmals benannt.
Nun würfelt ein Spieler mit dem Farbwürfel. Der gewürfelte Punkt gibt an, welche Farbe und das darunter liegende Motiv genannt werden soll. Erst muss das Motiv benannt werden, bevor der Deckel gehoben wird.

 

Ende des Spiels.
Das Spiel endet, wenn nur noch vier Bildkärtchen im Spiel sind und unter das fünfte Deckelchen keine Bildkarte mehr gelegt werden kann.
Wer die meisten Bildkarten hat, hat gewonnen.

 

Was unterstützt Ihr in der "normalen" Regelanleitung?

- Merkfähigkeit, die Abbildungen zeigen meistens Objekte welche die Kinder wiedererkennen sollen.
  Ein Unterstützender Tipp, Eure Kinder sollen nicht nur die Bildkarten benennen, sondern bringt das abgebildete Objekt 
  mit einer Erfahrung in Zusammenhang. Zum Beispiel die Kirsche: Guck mal da ist eine Kirsche, die haben wir doch
  beim Opa auch vom Baum gepflückt. Die hat doch diesen runden Kern, den wir so gut weitspucken (eine tolle Übung für  die Mundmotorik) können.

- Farben erkennen und benennen
  Hier lernen die Kinder auch inhaltliche Konsequenz, also das was ich mache hat eine Bedeutung. Habe ich Blau  gewürfelt, muss ich auch das blaue Deckelchen aufnehmen.

- Förderung des Wortschatzes, sofern Ihr die abgebildeten Motive in einen sinntragenden Inhalt bringt.
  Also was macht man damit, was passiert damit wenn man es verwendet, Wo kann man es angucken.

- Artikelarbeit, also die verschiedenen Fälle können damit gefördert werden
  Mit den Motivkarten selbst, sowie auch in der Verwendung des Spiels
  "ich lege den, die, das unter den  Deckel"
  Tempus: Ich habe "den,die das unter den Deckel gelegt" "Ich werde den, die, das unter den Deckel legen"

- Schön ist, dass dieses Spiel gerne auch für ältere Menschen benutzt werden kann. (für ein kognitives Training allgemein, bei amnestischen Aphasien bzgl Wortfindugsstörungen, bei  Wernicke-, und oder Broca Aphasien (benennen der Dinge und evtl. erklären wofür man es braucht, oder wie es aussieht usw. (semantische Umschreibungen)).


- Ihr unterstützt auch die Feinmotorik durch das Würfeln, das Aufnehmen der Deckelchen etc.

 

Ableitungen:
Vereinfachen könnt Ihr das Spiel, in dem Ihr einfach wesentlich weniger Motivkarten nehmt. Bei dreijährigen Kindern zum Beispiel, nehmt Ihr wirklich nur die 5 Motivkarten und deckt diese mit dem Deckel ab. Dann hat derjenige gewonnen der zuerst drei Kärtchen hat. Beachtet hierbei die AUfmerksamkeitsspanne von max. 10 - 15 Minuten, wenn es nicht mehr geht, gönnt Euch eine Spielpause. Der Spaß muss immer im Vordergrund stehen.

Hat Euer vierjähriges Kind Probleme, könnt Ihr nach dem selben Prinzip vorgehen. Sollte dies noch schwierig sein, wäre es möglich die Deckelchen erst nach dem Würfeln auf die Kärtchen zu legen. Sorgt für eine Störungsarme Umgebung mit möglichst wenig Dingen die Ablenken. Allerdings wenn Euer Kind in dem Bereich Probleme hat, schreibt mich einfach an, ich gebe Euch gern dzau noch Tipps. Vermutlich würde sich dann ein anderes Spiel zunächst besser eignen.

Hier könnt Ihr Euch das Spiel mal anschauen, wenn Ihr wollt auch bestellen:

 

 

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