Spreche ich mit meinem Kind besser Dialekt oder Hochdeutsch?

 

Eine Studie in der Schweiz zeigt, wer mit seinem Kind Dialekt spricht, fördert die Sprachentwicklung.

 

Ein Artikel, erschienen im Forum Logopädie Januar 2018 bildete eine Studie in Basel ab.
In der Studie wurde untersucht, welchen Einfluss der gesprochene Dialekt und die Hochlautung auf die Wortschatzentwicklung der Kinder haben.

Der Ablauf, die Kinder wurden jeweils am Ende des Ersten und Zweiten Kindergartenjahres anhand eines standardisierten Sprachentwicklungstests (in dem Fall war es der AWST-R) untersucht.
Einflussfaktoren waren:

  • Alter
  • Erstsprache des Kindes
  • Einflüsse außerhalb der Familie
  • Angebotene Sprachvarietäten (Dialekt und Hochlautung)

Was kam dabei raus?

Alle Kinder entwickelten Ihren Wortschatz weiter. Das ist doch schon mal eine tolle Nachricht. Was nun bei der Studie besonders auffiel, in Kindergärten, in welchen Hochdeutsch und Schweizerdeutsch gesprochen wurde, zeigten die Kinder eine deutlich bessere Wortschatzentwicklung. Somit kann man sagen, der Kontrast der Hochlautung zum Dialekt unterstützte die Wortschatzentwicklung. Bezüglich der immer wieder aufkommenden Frage: „Hochdeutsch oder Dialekt?“, lautet die Antwort: Am besten Beides, aber am wichtigsten, was Ihnen am Herzen liegt. Im Fazit, sprechen Sie einen Dialekt zu Hause, dann sprechen Sie  diesen ruhig weiter. Ihre Erzieher, Lehrer, Freunde und Verwandte etc. dürfen gern Hochdeutsch oder eben auch Dialekt sprechen.

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